TYPO3 Musterprojekt - Sonntag, 5. September 2010
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Die Vater-Kind-Tour 2009

In diesem Jahr ging unsere Reise nach Rohlsdorf. In diesem überschaubar, beschaulichen Dorf befand sich unser Reiseziel „Hoffbauers Landscheune“.
Rohlsdorf liegt nördlich von Berlin in der Nähe von Mayenburg/Wittstock. Damit nicht so weit von Berlin weg, aber sehr weit entfernt von Lärmbelästigung, hektischem Straßenverkehr und Menschenmassen. Während der Fahrt begegneten uns als Reiseschar einsame Landstraßen, menschenleere Hauptstraßen und eine bezaubernde Landschaft voller blühender, gelb strahlender Rapsfelder umrahmt von vor sich hingleitenden Windrädern. Landluft verdrängte Stadtluft. Stress wich zartem Lächeln, untermalt durch Kinderlärm. Vätergesichter entspannten sich.
Diesmal also kein Kloster (wie in den Jahren 2006-2008), sondern Hoffbauers Landscheune, ein ausgebautes Bauerngehöft inklusive Desensibilisierungsprogramm für alle Tier - und Heurotaugenschniefnasenfreunde.
Voller Lebensfreude angekommen, vereinnahmten wir den Hof. Die Kinder strömten auf dem Gelände zur ersten Entdeckungstour aus. Kind und Tier kamen sich näher, für manch Tier ängstlich nah. Währenddessen platzierten sich die Väter auf diversen Sitzmöglichkeiten im Freien um über Wichtiges (!) zu reden und dabei einen genüsslich, frischen und kräftigen Käffchen schlürfend.
Die Tiere benötigten inzwischen dringend eine Ruhepause – also sattelten wir die dort vorhandenen Fahrräder zur Massenfahrradtour und belebten/bevölkerten eine schon so lange Zeit vereinsamte Landallee.
Die Angler am nahe gelegenen See waren wohl weniger von unseren lautstarken Kindern begeistert, währenddessen die Fische dankbar in die Stille und Tiefen des Sees abtauchten.
Statt Fischen angelten wir Holz (Dank unserer tollen Begleiterin/Gastgeberein Ines mit ihrem rustikalen Pickup und ihrer Kettensäge ein Highlight für uns). Der Brennstoff für lange Lagerfeuerabende war somit gesichert.
Das Hockeyspiel auf der Wiese hinter der Scheune erfreute sich in diesem Jahr besonderer Beliebtheit! Nichts für Weicheier! Kinder, die sonst schnell eine Träne fürs Mitleid (Mutti, Oma) aus den Augen drücken, rackerten, schrieen, lachten und kämpften verbissen trotz mancher Blessuren tapfer für die jeweilige Mannschaft. Nur die Dunkelheit rettete ihre altersschwachen Herren vorm Umfallen. Noch Stunden später hörte man so manche Lunge röcheln. Der Abend kam, auf dem Grill brutzelte lecker Fleisch und Würstchen, das schnell erzündete Lagerfeuer erwärmte unsere müden Glieder.
Der Tag forderte seinen Tribut- trotz diverser (Säge – nein Kettensägen)-geräusche schliefen große und kleine Menschen in der ansonsten stillen Nacht in unseren gemeinsamen Nachtquartieren ein. Hierbei sei erwähnt, dass so manch kleines Kind große Geräusche von sich zu Tone bringt. Auch unser geistliches Oberhaupt stimmte in den Chor aller mit ein und leistete einen kompetenten Beitrag - er gehört zur Gattung der charismatischen Nachtprediger.
Der Morgen brachte die Verpflichtung mit sich, die Tiere zu füttern (Schwein, Huhn, Kaninchen, Ziege, Ente, Pferdchen, Hund…..) – diese verantwortungsvolle Aufgabe übernahmen die Kinder. Während die Vatis die Fütterung ihrer Zöglinge für das gemeinsame Frühstück an der langen Tafel vorbereiteten. Der Plan für Tag zwei war schnell gefasst.
Auf in die Ortschaft Freyenstein mit Schloss/Ruine. Dort begrüßte uns der Leitsatz: „Glück zu“ auf einer steinernen Stele. Diesem Leitgedanken widersprachen wir - im nostalgischen Ambiente einer Eisdiele – welche extra für uns zum „Glück auf“-machte.
Die Zeit war schnell  - zu schnell – vergangen, ohne Unfall, Verletzungen und schweren Erkrankungen – Gott sei’s gedankt!

Fazit: Gemeinsame interaktive Zeit zwischen Kindern und Vätern in großer Runde bot wieder einmal einen Erlebnisteppich, von dem alle Beteiligten Kräftedepots für zukünftige Herausforderungen legen konnten.
Nun, auch die Muttis haben vielleicht das kinderfreie Zeitfenster genutzt, um der familiären Widerbegegnung mit froher Erwartungshaltung entgegenzustreben.
Wir sind gespannt auf’s nächste Jahr.
TR

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